Turbo: Hallo Gesa, hallo Caspar. Ihr habt das Glück, auf ein langes Leben zurückblicken zu können. Seid ihr mit dem bisherigen Verlauf zufrieden?
Gesa: Ja, sehr zufrieden.
Caspar: Ja, abnehmend zufrieden.
Turbo: Ihr seid beide TuS-Urgesteine. Beschreibt doch bitte mal eure Zeit beim TuS.
Gesa: Ich bin 1969 als Zugezogene in den TuS eingetreten. Es hat mich durch die Heirat nach Oberbrügge verschlagen. Von da ab war ich aktiv in der Leichtathletik dabei. Die Vorbereitung auf regionale und bundesweite Turnfeste stand im Mittelpunkt. Dazu kam die Teilnahme am Mutter-Kind-Turnen.
Caspar: Ich bin ca. 1950 als Jugendlicher dem TuS beigetreten. Ich habe hauptsächlich an der Leichtathletik teilgenommen, später mit 40 Jahren begann ich mit dem Volleyball. Ich nahm an vielen Turnfesten teil. 16 Jahre lang war ich 1. Vorsitzender des TuS.
Turbo: Was hat Euch in Eurer Zeit beim TuS als Verantwortliche oder als Teilnehmer beim TuS besonders gut gefallen und was hätte rückblickend besser laufen können?
Gesa: Mir hat das Organisieren der Vereins-Turnfeste sehr gut gefallen, sowohl das große Planen und Miteinander für Turnfeste als auch der dadurch erreichte schöne Zusammenhalt untereinander .
Caspar: Auch mir hat die Gemeinschaft sehr gut gefallen, vor allem im LoChon. Der LoChon ist die am längsten bestehende Sportgruppe innerhalb des TuS. Sie ist bei Aktivitäten immer ansprechbar. Die Leichtathletiksparte gefiel mir am besten.

Turbo: Warum ist es auch heute noch lohnenswert, beim TuS Oberbrügge oder auch anderen Vereinen mitzumachen?
Gesa: Das Miteinander und das Gesellige sind die Grundlage aller Vereine, auch der Kirche und der Feuerwehr. Im TuS mitzumachen fördert den Gemeinschaftssinn und hilft bei Bewegung im Alltag. Wir haben die Kontakte über und im Verein über viele Jahrzehnte gepflegt und viele Leute kennengelernt.
Caspar: … weil man hier Sport machen kann. Außerdem ist die Gemeinschaft im Verein toll!
Turbo: Wir wollen in diesem Turbo mit euch nicht nur über den Sport und den TuS, sondern über das Leben insgesamt sprechen. Wie habt ihr beide nach Oberbrügge-Ehringhausen gefunden und wie habt ihr euch kennengelernt?
Gesa: Wir haben uns durch meine Verwandtschaft in Oberbrügge kennengelernt, tatsächlich auf der Verlobung unserer Geschwister.
Caspar: Ich bin hier geboren und aufgewachsen und bis auf die Studienzeit habe ich immer hier gelebt.
Turbo: Wir machen es jetzt mal wie bei einer Hochzeit. Gesa, wenn du ein paar Worte zu Caspar sagen könntest. Was fällt dir zu ihm ein?
Gesa: Familienmensch, liebevoll, sportlich, sportlicher Ehrgeiz, gemeinschaftsliebend und fördernd.

Turbo: Caspar, und welche Gedanken kommen dir, wenn du an Gesa und das Leben mit ihr denkst?
Caspar: Beste Gedanken, nur Gutes!
Turbo: Ihr gehört zu den angesehensten Familien im Ort. Einerseits stammt Ihr aus einer traditionsreichen Unternehmerfamilie und wart über viele Jahrzehnte Arbeitgeber. Andererseits wart Ihr stets Teil der Dorfgemeinschaft und der TuS-Familie wie alle anderen auch. Ihr kommt nie arrogant daher, seid vielmehr nahbar und unkompliziert. Wie macht Ihr das?
Gesa: Wir freuen uns über jeden, der in der Gemeinschaft mitmacht. Wir sehen uns als normale Angehörige der Dorfgemeinschaft (TuS, Kirche, Feuerwehr sind uns sehr wichtig).
Caspar: Wir sind einfach hilfsbereit und ansprechbar für jeden.
Turbo: Ihr seid kürzlich aus Eurer tollen, aber natürlich auch sehr großen Villa am Ohler Weg ausgezogen. Fiel euch der Umzug schwer oder kommt ihr damit gut klar?
Gesa: Dem Alter geschuldet war dieser Schritt notwendig. Aber natürlich ist es uns auch schwergefallen. Das Haus hier wird verkauft und ich ziehe in eine kleine Wohnung an den Ohler Weg zurück.
Caspar: Der Umzug war nicht freiwillig – aber nötig und konnte nur mit der großen Hilfe der drei Kinder erfolgen. Seit Februar 2025 lebe ich ungern notgedrungen im Bethanienin Halver, da Gesa mich aus gesundheitlichen Gründen nicht länger betreuen konnte.
Turbo: Ihr habt ein bewegtes und glückliches Leben gelebt und hoffentlich noch weitere gute Jahre vor euch! Was wünscht ihr euch für eure Zukunft oder die Zukunft überhaupt?
Gesa: Zusammenhalt der Gemeinschaft, dass es so bleibt und sich viele Jüngere unserem Vorbild anschließen.
Caspar: Dass es mir gut geht.
Turbo: Vielen Dank, liebe Gesa, lieber Caspar!
Gesa und Caspar: Sehr gerne!
